Auktion
Christoff Baron
"Wiederauferstehung"
Acryl auf Holzplanken
240 / 160 cm
2008

Christoff Baron, Jahrgang 1972, arbeitete nach dem Ingenieursstudium der Mechanik und dem Studium der Literatur freiberuflich u.a. als Französischlehrer, als Journalist für Videospiele und als Illustrator. Seine künstlerische Laufbahn beginnt 1999.
Christoff Baron wählt als Trägermaterial für seine Gemälde alte Planken, dem man die Patina der Alterung sofort ansieht. Seine Arbeit wirkt bereits bei ihrer Entstehung alt, fast wie ein Museumsstück aus längst vergangener Zeit. Der ikonografische Stil seiner Malerei unterstützt diesen Eindruck noch. Übergroß in der Mitte der Plankenfläche ist Jesus abgebildet, dessen Körper – Ton in Ton mit dem unbemalten hölzernen Untergrund – sich nur schwach von diesem abhebt. In prachtvollem Kontrast hierzu steht sein Gewand, das in einem Mosaik von blauen, roten und gelben Flächen die Formen und Farben der Gabriel-Loire-Fenster des neuen Eiermann-Baus der Gedächtniskirche aufgreift.
In den vier Ecken des Gemäldes werden Szenen dargestellt, die die Geschichte der Gedächtniskirche erzählen. Zunächst links oben die ursprüngliche Gestalt ihrer Entstehung, im Uhrzeigersinn als nächstes die Zerstörung durch die Bomber, die in ihrer Formengebung die drei Kreuze Golgathas repräsentieren. Das dritte Bild zeigt die Ruine, gefolgt vom vierten, welches die Fenster des Neubaus wiedergibt und damit für den Wiederaufbau steht.
In der fast mittelalterlich anmutenden Schlichtheit der Wiedergabe des Ungeheuerlichen bezogen auf die Körperhaltung des auferstandenen Jesus liegt die Intensität dieser Allegorie von Tod und Wiederauferstehung, die auf die Symbolik der Gedächtniskirche übertragen wird.