Auktion
Jürn Ehlers
"Flügel für Berlin"
Holzskulptur gold lackiert
150 cm Hoch 20 kg
2007

Mir sind es noch jetzt widersprüchliche Bilder: Die ersten Jahre nach meiner Geburt 1940 in Potsdam, die sonnige Wiese vor dem Haus in Wannsee mit den silbernen Bomben hoch über mir und meiner Schwester. Die folgende Katastrophe hat meine Eltern zum Neubeginn von Braunschweig über Hamburg nach Darmstadt gelockt, wo sich eine neue Katastrophe formte, in unmittelbarer Nähe der Jugendstilhäuser von Olbrich und van de Velde. Die letzten Schuljahre, beschützt im Künstlerhaus meiner Mutter, der Schriftstellerin Edith Mikeleitis und vom Vater Otto Aug. Ehlers mit seinem kleinen Verlag, waren fast zu ruhig, mehrere Ausbruchsversuche, meine Bootsbaulehre in Schleswig, Studium in Kiel und Darmstadt, meine Heirat in Marseille, sind doch wieder zum Neuanfang mit Bildhaueratelier in Darmstadt geworden.
Die ersten öffentlichen Aufträge haben uns 1967 Mut gemacht ohne feste Anstellung die vielen folgenden Jahre durchzustehen. Anfang der achtziger Jahre, ein Neuanfang im neuen Atelier in Bayern am Ammersee, wurden mein zweiter Sohn Cedric und der Dritte, Vitja, geboren, nach dem großen Yann. Die vielen geschaffenen Skulpturengruppen machen mich nicht so stolz wie diese drei Kerle.
Flügel für Berlin
Eine spontane Arbeit, ursprünglich als Spitze einer Riesentanne aus dem Tölzer Bergland gedacht, gearbeitet in den ersten Schneetagen vor Weihnachten 2007. Hat sie Verbindung mit diesem Kinderbild meiner ersten Jahre am Wannsee in Berlin, die silbernen Flugzeuge damals und später, dem mit dem Berlinbild verbundenen goldenen Friedensengel, dem „Himmel über Berlin“? Die Skulptur wurde zum Bild aller dieser widersprüchlichen Assoziationen. Wie sagte man: „...fest umrissene Aussagen ins Schweben bringen; jede bestimmte Aussage bedeutet angesichts des Überkomplexen der Welt eine Komplexitätsreduzierung.“
Flügel für Berlin
Eine spontane Arbeit, ursprünglich als Spitze einer Riesentanne aus dem Tölzer Bergland gedacht, gearbeitet in den ersten Schneetagen vor Weihnachten 2007. Hat sie Verbindung mit diesem Kinderbild meiner ersten Jahre am Wannsee in Berlin, die silbernen Flugzeuge damals und später, dem mit dem Berlinbild verbundenen goldenen Friedensengel, dem „Himmel über Berlin“? Die Skulptur wurde zum Bild aller dieser widersprüchlichen Assoziationen. Wie sagte man: „...fest umrissene Aussagen ins Schweben bringen; jede bestimmte Aussage bedeutet angesichts des Überkomplexen der Welt eine Komplexitätsreduzierung.“