Pulsare
In der Halle des ehemaligen AEG Kraftwerkes stehen noch manche Konstruktionen und Fabrikationsmaschinen herum und werden von den Künstlern in die Konzeption einbezogen. Durch diese zum Teil gespenstisch wirkenden Teile weht ein Hauch unvergänglicher Realität und es entsteht in alter Hülle aus Eisen und Stahl eine neue Lebendigkeit in kosmischer Klangwolke.
Ein Publikumsverkehr kann aus sicherheitstechnischen Gründen des noch arbeitenden Werkes nicht stattfinden. Die Künstler produzieren ihr Werk hinter verschlossenen Türen und bleiben damit in der Tradition industrieller Produktionsform und Realität.
Konzept:
Jeder Künstler ist ein Pulsar. Er inszeniert seine eigene Welt und driftet mit seiner Sprache in den Kosmos der Gemeinsamkeit. Das Medium das ein Künstler wählt, bleibt ihm völlig selbst überlassen. Mit Hilfe von zahlreichen Tonabnehmern werden die entstehenden Kunstwerke akustisch übertragen, von einem Leitstern kunstvoll gemischt, gesampelt und über Lautsprecher in die Halle eingespielt. Die individuelle Ausdrucksform findet in der gemeinsamen Arbeit zu einem Dialog zwischen den unterschiedlichsten Sprachen der einzelnen Künstler und führt so zu einem homogenen Ganzen.
Es gibt keine Stereotypen oder ständig gleiche Erscheinungs- und Erlebnisformen in der Performance. Alles entsteht im Augenblick, ist wohl durchdacht und hat dennoch eine ständige Unbekannte in den Entwicklungsformen. Spontanität und Flexibilität sind die Faktoren für die Entstehung des Gesamtkunstwerkes. Bei aller Freiheit im Ausdruck und jeweiligem Erscheinungsbild bleibt nichts wirklich dem Zufall überlassen.

